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Erich-Köhler-Reihe

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Franz Josef Degenhardt: Die Werkausgabe

Werkausgabe Franz Josef Degenhardts erscheint im Kulturmaschinen VerlagNicht nur als Chansonnier und Liedermacher hat Franz Josef Degenhardt große Erfolge feier...

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Peter H. Gogolins Trilogie ist fertig
548473 2162350275724 814286021 nPeter H. Gogolin hat mit seiner Trilogie eine große Erzählung über jene Generation geschrieben, die zwar noch am Zweiten Weltkrieg geboren wurde, aber nicht mehr oder kaum mehr in ihm. Zur Trilogie gehören die Bücher "Seelenlähmung", "Calvinos Hotel" und "Kinder der Bosheit". Wir sind glücklich über den Umstand Ihnen dieses abgeschlossene Teil aus dem Gesamtwerk des Schriftsteller nun präsentieren zu können. Anfang Juli wird das Buch in der Auslieferung und bei den Grossisten zum Versand freigegeben werden.

Sie finden das Buch unter dem Link diesen Link in unserem Shop.

Aus der Buchankündigung:

»Paul blieb erschrocken stehen und lauschte auf den Donner, der sein Herz wilde Sprünge machen ließ. Es klang, als stürzten große Steine gegeneinander was ist das denk nicht dran es ist nur der Donner denk nicht dran die Luft war sehr warm und ohne eine Bewegung. Gegen das Meer hin stand eine breite weiße Wolkenwand reglos am Himmel, doch ihre Unterseite schimmerte, als sei sie in grünes und schwarzes Wasser getaucht. Für Sekunden glaubte er, das Meer sei zu den Wolken emporgeklettert. Er hatte den verschilften Teil des Moores erreicht, die schlanken Halme standen erstarrt in ihrem silbriggrau überdeckten Grün, und er hätte mit der Hand nach ihnen greifen können. Dann klang der Donner erneut auf, was ist das wohin bringst du mich schau nicht hin es ist nur der Donner es ist gar nichts sie hatte eine feuchte Wolldecke um ihn gewickelt, die auch sein Gesicht bedeckte, er atmete gegen die Feuchtigkeit an, aber er spürte trotzdem die Hitze sie trug ihn ja fort sei still sei still nur der Donner es ist nur der Donner. Er war jetzt sicher, dass der Donner näher kommen würde und ging weiter, aber das Moor war so still, dass auch er selbst sich nur wie verzögert bewegte und nicht fest auftreten mochte. Sie nahm die Decke um ihn fort jetzt ist alles gut sei still bitte sei still er sah fremde Gesichter in der Dunkelheit neben einem Koffer flackerte eine Kerze sei doch still fremde Gesichter und Kellerwände sei doch still die Stadt brennt sei still.«
(Textauszug aus »Kinder der Bosheit«)

»Wer Gogolins Roman ... aufschlägt, wird schon nach den ersten Seiten benommen sein nicht nur von der mitreißenden, verzweigten Geschichte, die sich da öffnet, sondern von der sprachlichen Weite, in der sie erzählt ist, von der Klarheit und Unängstlichkeit und – von der Schönheit.«

September 1946: Auf einem Gutshof an der deutschen Ostseeküste wächst der zehnjährige Paul bei seiner Großmutter und der Tante auf. Seine Mutter hat ihn während des Hamburger Feuersturms 1943 gerettet und auf dem Hof ihrer Eltern zurückgelassen. Inmitten einer Welt nach der Katastrophe, in der die Türen zur Vergangenheit des gerade beendeten Weltkrieges noch weit offenstehen, versucht der mutterlose Paul sein Leben zu behaupten und einen eigenen Weg zu finden.

Sommer 1984:
In einem Hamburger Krankenhaus stirbt der ehemalige KZ-Aufseher Karl-August Göppinger. Seine letzten Stunden konfrontieren ihn mit der Schuld seines Lebens, vor der er seit dem Ende des Krieges zu fliehen versucht hat. Paul, inzwischen 48 Jahre alt, arbeitet auf Göppingers Station als Krankenpfleger. Er versieht seinen Nachtdienst am Bett des Sterbenden, ohne zu erkennen, dass sein Patient ihm in der Kindheit auf dem Gutshof der Großmutter bereits begegnet ist. Mit der Neufassung seines Romans »Kinder der Bosheit« kehrt Peter H. Gogolin in die Landschaft seiner Kindheit zurück. Er erzählt von einer Welt, die inzwischen verschwunden scheint, doch in den Herzen weiterlebt, angesichts des weltweiten Flüchtlingselends aktueller denn je.
 
Todesangst und Überleben
pfaffenzeller todesangst cover800 96Traumatisiert, der Hölle entronnen und verloren in der Welt, so stellt sich die Lebenssituation vieler Flüchtlinge dar. Die Ärztin Marlene Pfaffenzeller hat mit den Opfer von Folter und Krieg gearbeitet. In einem packenden Buch beschreibt sie ihre Eindrücke und das Leiden der Opfer.

Marlene Pfaffenzeller hat Opfer von Folter und Misshandlungen in der Türkei, Südamerika und Ruanda getroffen und sie von ihren Gewalterfahrungen berichten lassen. Sie knüpft damit an die Arbeit in ihrer neurologisch-psychiatrischen und psychoanalytischen Praxis in Berlin an, in der sie nahezu 30 Jahre lang traumatisierte Flüchtlinge behandelt hat.

»Ich habe mich am Tag im Wasser zwischen den Papyrus-Pflanzen versteckt und bin nachts weiter gefl ohen. Ich bin mit anderen Menschen gefl ohen und bin dabei oft auf Milizen getroffen, die Granaten geworfen oder mit Gewehren das Feuer eröffnet haben. [...] Ich bin immer weiter gelaufen und habe viele Tote und Verwundete gesehen. Die Flüchtenden konnten einander nicht helfen. Viele Kinder konnten nicht schnell genug laufen und wurden getötet. Ich habe nicht nachgedacht; wenn hinter mir Menschen getötet wurden, habe ich nur gedacht, es war seine Zeit, wann wird meine Zeit kommen? Ich habe nichts gefühlt, ich war wie ein toter Baum, ein Stück Holz.«
Auszug aus einem Interview mit D. Portraís im September 2012 in Ruanda
 
Der Schrecken dümpelt im dunklen Wasser der Häfen
Folterschiffe. Und es kreuzen sich die Kurse.

waltermuelichVierzig Jahre nach der Errichtung der Militärdiktatur in Chile folgt das Buch „Kreuzende Kurse“ Fahrten der Viermastbark Esmeralda, die aus Valparaíso kommend deutsche Seehäfen an Nord- und Ostsee anläuft. Im Sommer 1973, vor dem Putsch noch, besuchte sie Warnemünde. Hier wurde sie als Symbol der Verbundenheit der DDR mit der Volksfrontregierung Salvator Allendes begrüßt. Doch im Herbst desselben Jahres diente sie im Hafen von Valparaíso als Folterschiff. 2003 dann lag sie in Bremerhaven just an der Kaje, an der 1933 ein ehemaliges Minensuchboot von der SA als Verhör- und Folterboot eingesetzt wurde. Gespensterschiff nannte es die Bevölkerung.

Die Kurse kreuzen sich.

KM Kreuzende Kurse 140919 COV v09 U1Im Kielwasser der Esmeralda verbinden sich Wege und Schicksale der vielen Opfer und Täter. Ihre Namen, wie der des deutschen Kommunisten Karl Salomon und des chilenischen Sozialisten Luis Vegas werden ebenso genannt, wie der des ehemaligen SS-Standartenführers Walther Rauf, der in beiden Ländern aktiv war.

Dieses Buch ist ein umfassend recherchiertes und sehr anschaulich geschriebenes Sachbuch – wenn es auch kein wissenschaftliches Werk im herkömmlichen Sinn ist. Walter Mülich führt den Leserinnen und Lesern durch seine schonungslose Beschreibung die Verbrechen und die Schicksale der Opfer vor Augen. Bücher wie „Kreuzende Kurse“ leisten einen ganz wesentlichen Beitrag zu unser aller Aufgabe, die Werte unserer Demokratie zu achten, sie schützen und wertzuschätzen.
(Aus dem Vorwort des Bremerhavener Oberbürgermeisters Melf Grantz)

Walter Mülich, geboren 1950, studierte Rechtswissenschaft sowie Deutsch und Geographie (Lehramt). In Niedersachsen, wo er bis 2012 lebte, war er als didaktischer Leiter einer Gesamtschule und als Ratsherr tätig. Mülich ist überdies Autor verschiedener Beiträge zu geographischen und pädagogischen Themen. Er lebt in Dresden.
 
Jutta Schubert: Eine Liebeserklärung an George Tabori
Zwischen Sein und Spielen

taboriumschlagGeorge Tabori, geboren 1914 in Budapest als Sohn jüdischer Eltern, gestorben 2007 in Berlin, war eine der beeindruckendsten Persönlichkeiten des deutschsprachigen Theaters in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wer mit ihm arbeitete, den prägte und faszinierte seine besondere Vorgehensweise während der Proben, sein Umgang mit Menschen, Themen und Texten. Er verfasste Romane und Dramen, schrieb Drehbücher, war Übersetzer in den USA und ein profilierter Theatermacher in Deutschland. Seine Flucht vor den Nationalsozialisten führte ihn über Wien und Prag nach London und schließlich in die Vereinigten Staaten. Seit den frühen 1970er Jahren zurück in Europa, blieb der Kosmopolit bei den „guten Deutschen“, wie er sie nannte, die seinen Vater in Auschwitz ermordet hatten. Er zeigte dem Publikum in seinen Inszenierungen und den eigenen Theaterstücken die Verheerungen von Rassismus, Ausgrenzung und Massenmord auf, konterkariert mit schwarzem Humor und absurder Komik.
Jutta Schubert verfolgte seine Theaterarbeit bereits als Studentin und begegnete ihm in den frühen Achtzigerjahren als Regieassistentin am Schauspielhaus Bochum unter der Intendanz von Claus Peymann. In ihren Erinnerungen an die Begegnungen mit dem großen Theatermann, dessen Wirken und Person auch ihre eigene Theaterarbeit entscheidend beeinflusst haben, zeichnet sie das Bild eines unvergesslichen Theaterzauberers.

Jutta Schubert ist freie Regisseurin und Dramaturgin. Sie studierte Literaturgeschichte und Theaterwissenschaften in Erlangen/Nürnberg und Frankfurt/Main. Seit 1987 veröffentlichte sie zahlreiche Theaterstücke, Erzählungen, Essays, Libretti und Gedichte. 2013 erschien ihr Roman „Zu blau der Himmel im Februar“ im Kulturmaschinen Verlag. Darin erzählt sie das Schicksal des Widerstandskämpfers Alexander Schmorell, des Mitbegründers der „Weißen Rose“.
 
Podewins Verfolgung
Norbert Ahrens 3Der Lateinamerikakenner Norbert Ahrens war viele Jahre als Journalist für die Deutsche Welle in Köln sowie als ARD-Hörfunkkorrespondent in Mexiko mit Schwerpunkt Lateinamerika tätig.
Der Roman „Podewins Verfolgung“ bezieht seine Spannung und Authentizität sowohl aus den persönlichen Erfahrungen des Autors wie auch daraus, dass sich die fiktive Geschichte um einen Unbekannten an realen Ereignissen orientiert.
Bei einer Reise an die Spodewin deckel shopüdspitze des amerikanischen Kontinents trifft der Auslandskorrespondent Oliver Podewin (zufällig?) auf einen geheimnisvollen Unbekannten, dem er erst nach Hinweisen seiner chilenischen Gesprächspartner und einem merkwürdigen nächtlichen Anruf seine Aufmerksamkeit widmet. Er findet bei weiteren überraschenden Begegnungen in anderen lateinamerikanischen Ländern heraus, dass der Unbekannte ein Deutscher ist, der als „Sicherheitsberater“ und Ausbilder für „moderne“ Foltermethoden nacheinander für die militärischen Geheimdienste Chiles (in den letzten Jahren der Pinochet-Diktatur), El Salvadors und schließlich Kolumbiens gearbeitet hat. Seit ihrem letzten Zusammentreffen in El Salvador ist Podewins journalistischer Jagdeifer erwacht. Er setzt sich in den Kopf diesen Mann aufzuspüren, um ihn für ein Interview zu gewinnen. Wann immer es ihm möglich ist, heftet er sich an seine Fersen und verfolgt seine Spur quer durch Lateinamerika. Er erlebt Militärs, Paramilitärs und die Guerilla in ihren verschiedenen Ausprägungen und trotz seiner Versuche, Neutralität zu wahren, wird er mit Gewalt, Hass und Terror von allen Seiten konfrontiert. Schließlich kommt es in Kolumbien zum Showdown.
Norbert Ahrens wurde 1939 in Berlin geboren und studierte Germanistik und Geschichte in Münster sowie Politikwissenschaft und Geschichte in Berlin. Ab 1975 war er als freier Journalist für Hörfunk und Fernsehen tätig. Neben Funk- und Fernsehbeiträgen liegen zahlreiche Artikel und Aufsätze in Tageszeitungen und Fachpresse vor.
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